Bei uns leben 25 Enten. Die ersten Enten-Hofbewohner*innen kamen aus einer privaten Entenzucht bei uns aus dem Dorf. Im Herbst 2023 konnten wir 14 weiteren Warzenenten ein Zuhause schenken, die mithilfe eines Tierschutzvereines und dem Veterinäramt aus fürchterlichen Umständen gerettet werden konnten. Darunter war eine Mama Ente mit ihren 6 Entenküken, die wir mit aufwachsen sehen durften.
Im Jahr 2024 spazierte eines Morgens plötzlich Ente Elenor mit sechs kleinen Küken hinteherlaufend über den Hof. Sie hatte ihre Eier so gut versteckt, dass wir sie nicht gefunden haben und somit konnten ihre Kinder in Lebenshof Umständen geboren werden.
Bernie kam im August 2023 mit seiner Mama und Geschwistern über das Veterinäramt zu uns. Er war nur wenige Wochen alt, weshalb wir ihn mit aufwachsen sehen durften. Bernie hat einen ruhige Charakter. Er hält sich viel in unserer Gänse-Area auf, da der Weg zum Schwimmteich nicht weit ist. Am liebsten badet er mit seinen Brüdern und Schwestern, denn die Gruppe ist unzertrennlich. Nachts schlafen tut er nicht im Enten- oder Gänsestall, sondern bei den Schweinen, eingemuckelt in deren Strohbetten.
Unsere Warzenenten-Schwestern kamen mit wenigen Lebenswochen zu uns. Ihre Mama, die sieben Kinder und fünf weitere Enten konnten von einem anderen Tierschutzverein zusammen mit dem Veterinäramt gerettet werden. Der Tierschutzverein suchte dringend einen Lebenshofplatz für die Gruppe. Da wir zu dem Zeitpunkt mit dem Ausbau unseren zweiten Schwimmteiches fertig waren, hatten wir Kapaziätzen Wasservögel aufzunehmen und so kamen sie zu uns. Die Babies waren wochenlang der Schatten der Mama. Sie liefen über den gesamten Hof und wir trafen sie immer nur zusammen an. Bis die Kleinen in ein Alter kamen, indem Mama nicht mehr das wichtigste ist. Sie trennten sich immer mehr untereinander, bis heute, wo sie alle kaum noch Zeit miteinander verbringen. Bis auf Elfi und Poppy. Die beiden Schwestern sind ein Herz und eine Seele. Sie schlafen zusammen, gehen zusammen schwimmen, den Hof erkunden und essen sogar zur selben Zeit aus der selben Schüssel. Die beiden sind unzertrennlich.
Er ist einer unserer ältesten Warzenenten Erpel. Sein genaues Alter und seine Vorgeschichte ist uns unbekannt. Das einzige, was wir wissen ist, dass er nicht mehr am leben wäre, wenn er nicht zu uns gekommen wäre. Trotz Lebenshof-Leben, ist es kein einfaches für ihn. Die Überzüchtung macht es ihm in seinem Alter schwer sich zu bewegen. Seine Brust vorne ist zu schwer um sein Gleichgewicht zu halten, sodass er beim Laufen nach vorne fällt. Morgens kommt er aus dem Stall und verweihlt dann in der Regel an einem Ort. Wasser und Futter bringen wir ihm, da er den "weiten" Weg zur Futterschale nicht immer schafft.
Elenor wohnt bereits seit Jahren bei uns. Im Sommer 2024 kam sie eines Morgens mit einer kleinen Bande kleiner Küken über den Hof spaziert. Sie hat ihre Eier so gut versteckt, dass wir sie und ihren Brüteplatz nicht finden konnten. Elenor hat sechs kleine Küken auf die Welt gebracht. Die Kinder sind nun erwachsen und trotzdem verbringt die gesamte Familie viel Zeit miteinander. Oft fliegt sie mit ihren weiblichen Kindern über den Hof. Ihre Söhne sind zu schwer, sodass sie, trotz ihres noch jungen Alters nicht mehr fliegen können. Bis heute hat Elenor uns ihren geheimen Brüteplatz nicht verraten, sie ist aber auch täglich damit beschäftigt sich um ihre kleine Familie zu kümmern.
Unsere Ente Helga ist mit einer unserer ältesten Enten auf dem Hof. Die Seniorin ist bei unseren Schweinen Dalai und Gyatso eingezogen. Und wenn wir eingezogen schreiben, dann meinen wir das auch so. Obwohl sie sich über den gesamten Hof bewegen könnte, entscheidet sie sich dagegen. Sie schläft nachts eingekuschelt mit den beiden Schweinen zusammen im Strohbett, geht tagsüber in deren Suhle draußen baden und sich putzen und selbst zum Futter läuft sie nur selten, denn sie darf bei dem Porridge der Schweine mitessen. So hucken sie und Dalai meistens über seiner Frühstücksbowl und essen zusammen. Helga hat bei den dreien ganz klar die Hosen an, denn wenn Dalai zu viel Platz über der Schüssel einnimmt, dann zwackt sie ihm eine in die Backe, sodass er etwas rüberrutscht.
Jasim kam im Oktober 2023 über das Veterinäramt zu uns. Ihre Lebensumstände zuvor waren nicht schön, sodass sie nach einem neuen liebevollen und artgerechten Leben suchte. Jasmin wohnt sie meiste Zeit des Tages bei unseren Schweinen. Sie liebt es dort mit ihren Freunden Zeit zu verbringen und in den Schlammbädern der Schweine baden zu gehen. Jasmin ist selten allein. Sie unternimmt den ganzen Tag lang etwas mit ihren Freunden. Dazu gehören Spaziegänge zum großen Schwimmteich, Ausflüge über den Hof und sich Leckerlis, wie zum Beispiel Salat, Gurke und Apfel von uns Menschlein abzuzwacken.