Bei uns auf dem Hof finden 64 Katzen ein Zuhause. All unsere Katzen kommen aus schrecklichen und unvorstellbaren Verhältnissen. Die meisten schwer krank, verfloht, unterernährt kommen sie von der Straße. Bei uns werden sie gesund gepflegt, medizinisch versorgt und gepäppelt. Einige bleiben ihr lebenlang chronisch krank, andere erholen sich wieder.
Jedes Jahr kümmern wir uns um Straßenkitten, die bei uns in schlimmen Zuständen abgegeben werden und ziehen sie groß, dabei kommen die meistens bei uns aus dem Dorf und aus Nachbardörfern. Wir versuchen mit Kastrationen die Lage in den Griff zu bekommen, stoßen jedoch immer wieder erneut auf Menschen, die nicht kooperieren möchten, was die Situation ziemlich erschwert.
Luzia ist eine unserer ruhigen Katzen. Sie verbrachte die ersten Jahre ihres Lebens auf der Straße auf Rügen, denn da wurde sie gebroren. Durch Kastrationsaktionen kam sie in Lebenshofhände. Sie hatte schon immer mit einer Entzündung im Auge zu kämpfen, ihr linkes Auge war eingetrübt und sie war bereits blind auf dem Auge. 2023 entschieden unser Tierarzt und wir uns dazu, das Auge zu entfernen, es bereitete ihr immer wieder Probleme. Die Operation hat Luzia gut überstanden, jedoch schien ihr die Narkose in ihrem Alter aufs Gemüht geschlagen zu haben. Wir waren in großer Sorge um sie, aber zusammen mit unseren Tierärtzen, Nachtschichten, Infusionen und ganz viel Liebe hat sie die Kurve nochmal bekommen. Luzia schläft immer bei einem von uns im Bett und dann am liebsten auch direkt auf einem. Sie ist eine kleine Kuschel- und Sabbermaus.
Sternchen kommt von der Straße. Jedoch nicht von irgendeiner Straße, denn sie kommt bei uns aus dem Dorf. Völlig verfloht kam sie bei uns an. Sie hat kaum noch Zähne, wir schätzen sie dementsprechend etwas älter. Bei ihrer Ankunft haben wir direkt feststellen dürfen, was für eine tolle und verkuschelte Seele sie ist. Sie schnurrte beim Flöhe herauskemmen und kuschelte sich gegen unsere Hände und den Flohkamm. Sternchen hat etwas kürzere Beine und einen ziemlich runden Bauch. Anfangs machten wir uns sorgen, da ihr Bauch unproportional zu ihrer Körpergröße groß war. Also stand ein Tierarztbesuch an. Unser Tierarzt schaute uns lächelnd an und versicherte uns, dass mit ihr und ihrem Bauch alles in Ordnung sei, sie einfach sehr gut genährt ist. Sternchen ist eher zurückhaltend, lässt sich trotzdem sehr gerne und viel kuscheln. Sie verzaubert alle mit ihren wunderschönen grünen Augen und empfängt auch sehr gerne Besucher*innen auf dem Hof.
Jesus und Yeshe hatte großes Glück in Lebenshof Händen geboren zu werden. Ihre Mama war hochtragend und verbrachte ihr Leben auf der Straße. Sie sind zwei von fünf Kindern. Bis auf die beiden, lebt heute keiner mehr. Sie waren die einzigen, die die Katzenseuche überlebt haben. Jesus hatte bereits als Kitten einen ausfälligeren Charakter. So bekam er immer was er wollte und war auch Menschen gegenüber sehr dominat. Eines Tages war es dann an der Zeit und Jesus und sein Bruder sollten vermittelt werden. Damals war es nicht möglich alle Katzen zu behalten. Sie wurden medizinisch versorgt, kastriert, gepäppelt, wenn nötig und sollten dann ein neues Zuhause finden. Jesus und Yeshe sollten zusammen zu einem Pärchen ziehen. Das Paar veranstaltete an diesem Tag eine Geburtstagsfeier. Der endgültige Auszug der beiden Geschwister verwandelte sich schnell in einen Ausflug, denn sie wurden am selben Abend wieder zurückgebracht. Sie hatten sich die Geburtstagsfeier zu ihrem eigenen Spaß gemacht. Sie rissen die Girlanden von der Decke, es flogen Tassen und Teller vom Tisch und die Vorhänge hingen am Ende des Tages nicht mehr in der Halterung. Das ist die Geschichte, wieso Jesus und Yeshe heute noch immer bei uns sind. Heute versüßen die beiden Geschwister Fürchterlich unseren Alltag und die beiden sind definitiv nicht mehr hier wegzudenken.
Die beiden Brüder sind im Jahr 2022 geboren und kamen als kleine Kitten, zusammen mit ihren drei weiteren Geschwistern zu uns auf den Hof. Sie haben sehr lange gebraucht um uns Menschen gegenüber aufzutauen. Auch heute sind sie eher die "wilden" bei uns. Freddy liebt es zu kuscheln, er ist aber immer nervös und schnell unterwegs. Seine Vertrauenspersonen dürfen ihn richtig durchknuddeln, aber selbst da erschrickt er sich vor zu schnellen oder ungewohnten Bewegungen. Theodor hat einen ähnlichen Charakter, wobei er bei seinen Vertrauenspersonen ein wenig entspannter ist. Sie lieben es zu kuscheln und mit auf Spaziergänge zu gehen.
Der Buddhi Kater kam mit seiner Schwester Chita zusammen von Rügen zu uns. Buddhi ist ein relativ großer Kater, der ein ganz besonderes, abgehaktes und auffäliges Miauen hat. Oft läuft er miauend durch die Gegend. Für Buddhi ist es etwas schwierig sich unter den anderen Katzen einzugliedern. Er wurde zuvor viel gemobbt und hat sich eine Art Schutzmechanismus angeeignet, indem er andere Katzen anfaucht, wenn sie ihm zu nah kommen. Es hat sich in den Jahren schon sehr vie verbessert, trotzdem sehen wir ihn mehr allein, als in Gesellschaft. Buddhi liebt es zu kuscheln, er ist jedes Mal aufs neue schüchtern und zurückhaltend und erst, wenn man ihn mit den Fingern berührt merkt er, wie schön das ist und lässt sich dann komplett fallen. Er ist ein Kuschelbär und seinen Vertrauenspersonen stiefelt er dann auch mal gerne hinterher, wenn er mehr Gekraule will.
Bubu ist seit 2024 bei uns. Unsere KfZ-Werkstatt hat uns gebeten einen Kater zu kastrieren, er sei ihnen zugelaufen und sorgt für Chaos unter den anderen Katzen. Die Absprache war eigentlich, dass wir den Kater kastrieren, ihn dann aber wieder zurückbringen. Bei der Kastration ist den Tierärtzen dann jedoch aufgefallen, dass er auffällige Herzgeräusche hat. Nichts akutes und dramatisches, aber doch so auffällig, dass sie davon ausgehen, dass er im hohen Alter Medikamente brauchen wird. Diese medizinische Versorgung können wir nur sicherstellen, wenn wir ihn bei uns haben und ein Auge auf ihn haben. So entschieden wir, dass er bleiben darf. Bei weiteren Tierarztbesuchen viel auf, dass er ebenfalls Arthrosen hat. Gegen die Arthrosen wird er nun behandelt und er darf bei uns auf dem Lebenshof alt werden.
Stuart, auch StuStuBär genannt, ist ein Kitten aus dem Jahr 2023. Er kam mit einer schlimmen Augeninfektion zu uns, die wir leider nicht mehr in den Griff bekommen haben. Zusammen mit unserem Tierartzt entschieden wir dann ihm das Auge zu entfernen. Heute merkt man Stuart nicht mehr an, dass er nur ein Auge hat. Die Beziehung zu uns ist, aufgrund der intensiven Augenbehandlung, bis heute nicht sehr eng. Wir dürfen ihn nicht kuscheln, an ihm vorbeigehen, wenn er schläft ist jedoch okay. Stuart hat einen ganz besonderen Charakter. Er trägt ständig Dinge mit seinem Mund durch die Gegend. Ob Spielzeug, Grashalme oder Katzenfutter. Seine besten Freunde sind Warrior, Timmie und Bobbie.
Herkules stand eines Tages im Jahr 2023 einfach vor der Tür und ist dann bei uns eingezogen. Er hat den Namen seinem starken und dominierendem Charakter zu verdanken. Er ist der typische Fall von: er hatte eine Futterstelle, wo er gefüttert wurde, bis er es von heute auf morgen nicht mehr wurde. Zum Glück hat der junge Herr dann uns gefunden. Sein Erscheinen hat zwar für einiges an Trubel unter den Katzen gesorgt, denn Herkules denkt er sei der König. Trotzdem hat er einen ganz bezaubernden Charakter. Er ist ein Schmusebär vom feinsten. Am liebsten liegt er vor dem Ofen und schläft eingerollt auf dem Sofa. Wenn du dich mit deinem Essen zu ihm setzt, dann verlangt er eine Gabel abzubekommen, ansonsten musst du mit seiner Pfote, inklusive Krallen, in deinem Gesicht rechnen. Wir sind glücklich, dass Herkules unsere bunte Katzenwelt noch ein wenig mehr auf den Kopf stellt und dass er den Weg zu uns gefunden hat.
Blake ist eines der Kitten aus dem Sommer von 2024. Ein Bewohner unseres Dorfes rief uns an und sagte, dass in seiner Gartenhütte eine Mama und ihre vier Kleinen wohnen. Die Kitten haben wohl ziemliche Augenentzündungen und ob wir nicht helfen könnten. Wir holten sie allesamt zu uns auf den Lebenshof. Seine Augen konnten wir durch viel Behandlung wieder in den Griff bekommen. Blake ist der Neugieriste von seinen Geschwistern. Er ist wenig schreckhaft und findet alles Neue meistens mehr interessant als erschreckend. Er ist ein kleines Spielkind und seine liebste Spielpartnerin ist Motte.
Die beiden gehören zu unseren "wilderen" Katzendamen. Wir dürfen sie aus der Ferne beobachten, ihnen aber weder zu nah kommen, noch anfasssen. Penny und Celine sind die engsten Freundinnen. Sie gehen zusammen auf Spaziergänge, kuscheln und spielen miteinander. Manchmal können wir sie Schwanz-umschlungen beobachten, wie sie über den Hof tapsen. Sie gehen zusammen jagen und warten vor den Mäuse-Löchern gedulig nebeneinander. Sie haben sich einfach lieb und sind immer zu zweit unterwegs.
Mama Nova kam im Jahr 2024 mit ihren vier Kitten zu uns. Darcy ist eines ihrer Söhne und er ähnelt seiner Mutter vom Charakter sehr. Nova ist nicht sehr schreckhaft, beobachtet jedoch immer lieber alles aus der Ferne und hält einen gesunden Abstand zu uns Menschen. Darcy schaut sich das Verhalten von seiner Mutter ab. In den ersten Wochen auf dem Lebenshof begrüßte Darcy uns immer mit einem Fauchen. Auch heute rutscht ihm als erste Reaktion noch ein Fauchen heraus, jedoch dürfen wir ihn mittlerweile anfassen und mit ihm spielen. Darcy liebt es mit deinen Fingern zu spielen. Erst leckt er, fängt dann an zu beißen sachte zu beißen. Und wenn du dann deinen Finger wegziehst, bekommst du seine Krallen zu spüren. Er ist sehr aufgetaut und ganz charmant mit seiner Finger-Beiß-Art.
Minerva hat einen ganz besonderen Charakter. Sie kommt von einer Schule aus dem Nachbarsort bei uns. Es ist schwierig ihren Charakter zu beschreiben, aber sie hat einige Merkmale, die sie ausmachen. So sitzt sie manchmal einfach plötzlich vor einem und miaut. Sie schaut einen dann ganz starr an und miaut. Meistens möchte sie dann auf den Arm genommen werden und über die Schulter gelegt über den Hof getragen werden. Das hört sich verrrückt an, aber es ist tatsächlich eine ihrer Eigenschaften: auf der Schulter über den Hof getragen werden. Ansonsten liebt Minerva Menschenessen viel mehr als ihr Katzenfutter. Je mehr Fett, desto besser. Wenn an Besucher*innentagen dann mal ein Stück Kuchen herunterfällt, ist Minerva die erste zur Stelle um das wieder aufzuräumen. Jedoch hat Minerva auch einen Reizmagen. Sie kann zu viel verschiedenes Essen nicht gut verdauen und sie hat regelmäßig mit Verdauungsstörungen zu tun.
Die Gartenkatzen-Gruppe besteht aus fünf Katzen. Amanda, Warrior, Adaline, Adi und Lottus. Der Grund, weshalb wir sie "die Gartenkatzen" nennen ist, dass ihr Leben zuvor in einer Kleingartenanlage stattfand. Dort waren sie ungewollt und ernährten sich von den Müllresten. Sie alle kamen abgemagert hier an. Die Menschen, die sie her brachten, hatten die Katzen in eine Plastik-Müllsack gesteckt und waren noch so lieb ein, zwei Löcher reinzumachen, sodass sie nicht ersticken. Es dauerte monatelang um die Fünf wieder auf ein Normalgewicht zu bekommen. Heute sind sie zum Teil scheu und misstrauisch, was wir ihnen aufgrund ihrer Vorgeschichte nicht verübeln können. Warrior und Adaline kommen mittlerweile tatsächlich zu uns ins Wohnzimmer und wir dürfen etwas näher an sie heran.
Die kleine Ellie Maus stand eines Morgens einfach bei uns im Stall und hat sich damit selbst dazu entschieden bei uns einzuziehen. Wir kennen weder ihr Alter, noch ihre Herkunft. Aber was wir wissen ist, dass sie klein, zierlich und total verkuschelt ist. Sie hat ein lautes Organ und fordert immer ein, was sie braucht. Kuscheln, Liebe, Lekerlies - Ellie weiß, wie sie uns um den Finger gewickelt bekommt. Dafür nimmt sie es auch lautstark mit Herkules und Jesus auf, auch wenn sie 6Kg weniger wiegt.
Jackson, Jacky Boy genannt, ist bereits seit 2021 bei uns. Er kam als einer der ersten Kitten mit seinen Brüder Filamon Mausmann und dem Kapuzentier zu uns. Jacksons Eintrübung am Auge hat er sich als Kitten auf der Straße eingefangen. Mehrere Tierarztbesuche und mit viel Pflege konnte er sein Auge behalten und hat heute nur noch wenige Probleme damit. Jackson ist total vernarrt in Leckerlies. Er miaut zwar sind, aber er springt hoch, dreht sich dabei im Kreis und läuft aufgeregt von rechts nach links.
Coco war eine der aller ersten Katzen auf dem Lebenshof. Sie ist bereits seit Jahren da und kennt alle Ställe in und auswendig. Ihr Lieblingsstall in der Schweinestall und dicht gefolgt vom Schafstall. Coco kam lange Zeit nicht in unsere Wohnung, da sie gegenüber anderen Katzen auch mal recht dramatisch auftreten kann. In den letzten Monaten ist das Verhältnis jedoch besser geworden und Coco schafft es mittlerweile mit sieben weiteren Katzen im Bett zu schlafen. Tagsüber schlummert Coco liebend gern auf Heu- oder Strohballen und uns scheint es so, als würden wir das "Stall-Leben" niemals richtig aus ihr heraus bekommen.
Pandi kam mit nicht mehr als einer handvoll Größe zu uns. Mit Flöhen übersäht und tropfenden Augen konnten wir sie wieder gesund päppeln. Die Folgen von ihrer Geburt auf der Straße spürt Pandi jedoch noch immer. Vom Calici Virus über Mykoplasmen und einigen weiteren Erkrankungen. Pandi fühlt sich hier pudelwohl. Sie ist eine sehr aktive Katze, die immer unterwegs ist. Eine typische Eigenschaft von ihr ist es aus der Katzenklappe herauszuspringen, einmal um die Wohnung herum zu rennen, um entweder in der anderen Katzenklappe wieder reinzurennen oder am besten mit die zusammen durch die Tür huschend und dir dreimal Beinchen stellen. Pandi ist eine sehr aufgeweckte kleine Maus und liebt es mindestens genau so sehr gekuschelt zu werden, wie ihre Rennspiele zu spielen.
Im April sind die ersten Straßenkitten des Jahres 2025 bei uns abgegeben worden. Zu fünft lagen sie im Altpapier einer Gartenanlage - von der Mutter keine Spur. Sie waren um die fünf Tage alt, als sie bei uns ankamen, die Augen noch geschlossen. Wir haben zu erst einmal alle an die Flasche und zum trinken bekommen müssen - was bei einem kleinen Chaoten Haufen von fünf Kitten nicht sehr einfach ist, da die Flasche, der Nippel und das handling neu sind. Aber sie haben es geschafft. Mittlerweile sind alle top munter am trinken, die Verdauung stimmt und sie sind einfach nur herzallerliebst.
Skylar kam mit wenigen Lebenswochen zu uns. Zusammen mit ihren Geschwistern Darcy, Blake und Kai und ihrer Mutter Nova. Sky war von Anfang an eine der aufgewecktesten. Sie hat sehr viel mit ihrer Schwester Kai gespielt und gekuschelt. Die beiden hat man in der Regel immer zusammen vorgefunden. Und das ist auch heute noch so - sie verbringen die meiste Zeit gemeinsam, kreuzen immer zusammen auf und auch schlafen tun sie am liebsten Bauch an Bauch in einem kleinen Kuschelkissen.