Schweine

Wir haben insgesamt 18 Schweine. Dalai unser Minischwein lebt mit Gyatso unserem Mangalitza-Minischwein-Mix zusammen.

Dann haben wir noch 16 Groß-Schweine. Sie alle kommen aus Versuchslaboren und wurden 2018/2019 geboren. Ausgewachsen gehen sie uns mindestens bis zur Hüfte, aber obwohl sie so groß sind, haben sie alle einen ganz wunderbaren und ruhigen Charakter.

Tinkerbell

Leider hatte Tinkerbell keinen schönen Start ins Leben. Als kleines Ferkel wurde sie jemandem als schlechte Geburtstag-"Überraschung" vor die Tür gesetzt. Der "Beschenkte" hat zum Glück Verstand und Verantwortung gezeigt und Tinkerbell ins Berliner Tierheim gebracht. Von dort aus hat sie dann uns gefunden. Tinkerbell braucht ewig lange um Vertrauen in Menschen zu fassen. Bei ihrer Vergangenheit können wir es ihr auch nicht übel nehmen. Tinkerbell mag es allein zu sein, andere Schweine findet sie doof. Auch bei der Nahrung hat sie ihre ganz eigenen Vorlieben. So liebt sie Äpfel über alles, lässt aber jede Möhre liegen, die man ihr anbietet.

Dalai

Dalais Vorgeschichte ist leider keine schöne. Er lebte in einem Nachbarsdorf, wo er als männliches Minischwein zur Zucht verholfen hat. Sein Gehege war eng, dunkel und dreckig. Sein Körper war mit Hundebissen überseht. Wir haben Monate gebraucht um Vertrauen zu ihm aufbauen zu können. Aufgrund seiner Vergangenheit hat Dalai einen Stressmagen entwickelt und ein schwaches Herz. Heißt: Stresssituationen können unschön für ihn enden. Dalai ist ein kleiner Dauerpatient, hat sich jedoch gut mit seinem Mitbewohner Gyatso eingelebt. Sie schlafen oft Bauch an Bauch und genießen die Bauchkrauler, die sie regelmäßig bekommen.

Gyatso

Gytaso kam damals mit seinem Partnerschwein Tenzin zu uns. Beide wurden in einer Universität Zwecks Kreuzungsversuche geboren. Gytaso ist ein Mangalitza-Minischwein-Mix und wird gerne mal mit einem Wildschwein verwechselt. Gyatso hat in seinem Leben nichts Schlimmes erleben müssen, das zeigt sich auch in seinem Verhalten. Er ist offen und neugierig gegenüber allem und jedem. Am liebsten hat er es am Bauch gekrault zu werden. Dann lässt er sich immer zur Seite fallen und stellt sich unlebendig.

Fridolin

Fridolin ist im Jahr 2018 geboren. Er kam, wie beinahe alle unsere Schweine aus einem Versuchslabor. Fridolin ist aufgeweckt und hat einen ganz eigenen Kopf. Man denkt, dass Schweine alles essen würden, was man ihnen vor die Nase setzt. Bei Fridolin ist das jedoch anders. Er hat da seine ganz eigenen Geschmäcker und Vorlieben. Äpfel gehören zu seiner liebsten Obst Sorte und Paprika ist sein unbeliebtestes Gemüse. Er mag Paprika so wenig, dass er es strickt aus seinem Porridge aussortiert, wenn wir es versehentlich in seine Schüssel machen.

Herr Lohmann

Herr Lohmann´s Spitzname ist Lohmi. Auf den Namen hört er auch tatsächlich und kommt immer fröhlich angerannt, wenn man ihn ruft. Ob Futter oder Kuscheln - Lohmi freut sich. Er genießt den Kontakt zu Menschen sehr und lässt sich auch auf die Seite fallen um am Bauch gekrault zu werden. Wenn Herr Lohmann es sich aussuchen könnte, dann würde er bis ans Ende seiner Zeit nur noch mit dem Löffel oder der Kelle gefüttert werden- das genießt er immer ganz besonders.

Karlo

Karlo ist unser größtes Schwein. Er geht uns Lebenshof-Menschlein bis zur Brust und wenn er seinen Kopf nach oben streckt, geht er uns bis zur Schulter. Karlo hat einen sehr dominaten Charakter und lebt auch aus diesem Grund allein. Er hat einen großen Innen- und Außenbereich, jedoch ist eine Vergesellschaftung mit anderen leider schwierig. Nachdem wir 2021 im Gebiet der afrikanischen Schweinepest lagen, mussten unsere Schweine von Heute auf Morgen in den Stall. Mental haben das nicht alle gut weggesteckt. Karlo fing an die anderen zu ärgern und zu kämpfen. Mit seinen knapp 300Kg kann das unschön enden. Uns Menschen gegenüber ist er harmlos, den anderen Schweinen gegenüber jedoch leider, auch aufgrund seiner Größe und seines Charakters, weitaus überlegen. Karlo hat Sicht- und Nasenkontakt zu seinen Freunden, in einer Gruppe zusammen funktioniert es jedoch leider nicht mit ihm.

Franz

Franz ist eines unserer kleinsten Schweine, jedoch mit einem ganz starkem Charakter. In seiner kleinen Rotte ist er der Boss und Anführer. Er schnappt sich oft zuerst das Futter und ist auch immer neugierig als Erster da, wenn wir sie besuchen kommen. Franzl ist eine Schmusebacke, kann jedoch zum Teil seine Größe und sein Gewicht nicht ganz einschätzen. Das Kraulen im Gesicht geht immer eine kurze zeitlang gut, bis er vorsichtig anfängt zu schnappen. Dies macht er nicht aus bösen Intentionen, sondern das ist seine Art mit uns zu kommunizieren. Wir Lebenshof Menschen kennen ihn und seine "Macken", weshalb es keine Gefahr für uns darstellt. Er genießt das Sreicheln, Bürsten und Kraulen in vollen Zügen und ist somit einer unserer Kuschelschweine.