Den Großteil unserer Zweibeiner konnten wir 2023 aus einem Messi-Haushalt retten. Die Hühner hatten keinen Zugang zu frischem Wasser, noch wurden sie vernünftig gefüttert. Sie alle waren krank und mit Kalkbeinen überseht. Wir konnten sie gesund pflegen und päppeln. Nun leben sie bei uns in den Ställen mit Außengehegen oder sie spazieren über den ganzen Hof.
Chirpy wurde als kleines Küken im berliner Tierheim abgegeben. Wir übernahmen sie mit wenigen Lebenswochen. Ab dem Zeitpunkt auf dem Hof war das Leben ein Fest für sie. Sie hört auf ihren Namen und ist ein menschenbezogenes Huhn. So steht sie morgens vor dem Gatter und wartet darauf, dass man ihr die Tür öffnet. Denn sie weiß, dass sie immer ein extra Leckerlie mehr bekommt als die anderen. Chirpy genießt jeden einzelnen Tag und mit ihr wird es nie langweilig. Beim Abendessen sitzt sie auf dem Tisch und klaut dir ohne zu überlegen eine Nudel vom Teller. An Besucher*innentagen stromert sie zwischen hunderten Menschenfüßen auf der Hoffnung nach Kuchenbröseln. Ihr Ei wird selbstverständlich auf dem Sofa gelegt, genau da, wo sie auch schläft.
Tabaluga ist im Juni 2023 bei uns auf dem Hof geschlüpft. Seine Mama hatte ihre Eier so gut versteckt, dass wir sie nicht finden konnten. Bis zum Moment, wo er geschlüpft ist, haben wir nichts davon gewusst. Eines Morgens hörten wir es aus einem großen Heusack plötzlich piepen. Tabaluga wuchs anfangs langsam, er war schüchtern, da seine Mama ein sehr schreckhaftes Huhn ist. Mit der Zeit gewöhnte er sich jedoch an uns. Wir haben ihn jeden Morgen mit Müsli aus der Hand gefüttert und er fühlte sich wohl. Als er jedoch größer wurde und ins Teenager-Alter kam, änderten sich seine Interessen. Das Hand-Fütterungsritual war langweilig. Die weiblichen Hühner dafür aber immer interesannter. Er fing an seine ersten "Kikuruku"-Laute zu rufen, was einiges an Übung und Zeit kostete, bis er es flüssig und geschmeidig drauf hatte.
Pepper kam zusammen mit seinem Freund Salt zu uns. Die beiden sind die engsten Freunde. Während Salt eher ein Spaziergänger ist, verlässt Pepper nur selten den Schweinestall. Warum sollte er auch? Dort ist mehr als genügend Platz, er bekommt Futter und ab und zu etwas vom Porridge der Schweine ab, es gibt täglich frisches Wasser, draußen in den Schweine-Suhlen macht es auch Spaß, es gibt Strohbetten, Metallgatter als Schlafstange nachts und seine ganzen Freunde sind hier. Denn Pepper verbringt nicht nur viel Zeit mit den anderen Hähnen, sondern auch mit den Enten, die zum Teil ebenfalls bei den Schweinen wohnen. Pepper liebt es auf Apfelstücken herumzupicken.
Unsere Boy Group heißt so, da sie alle zusammen im Jahr 2023 zu uns kamen und immer in einer großen Gruppe bleiben. Die Hähne wohnen und leben mit den Schweinen zusammen. Die Türe nach draußen stehen tagsüber immer offen, jedoch sehen wir sie nur selten mal den Schweinestall verlassen. Und wenn, dann natürlich alle zusammen. Sie sind die engsten Freunde und sie verstehen sich. Es gibt nie Streit oder gezankte. Auch nicht, wenn es ums Essen geht. Sie haben sich einfach alle miteinander lieb.
Wenn wir euch zwei unserer Hühner vorstellen müssten, die eine unzertrennliche Bindung haben, dann sind es definitiv Kokoschka und Frau Lohmann. Sie kommen beide aus unserem Dorf, wo wir sie aus einem Messi-Haushalt retten konnten. Kokoschka versteckt sich immer unter Frau Lohmann und so schlafen sie dann für Stunden. Wennn Frau Lohmann zum Essen geht, kommt Kokoschka mit. Abends auf der Stange würde Kokoschka am liebsten unter Frau Lohmann sitzen, das funktioniert aber dann mit der Balance nicht mehr so gut, dafür kuscheln sie die ganze Nacht aneinander. Die beiden sind ein Herz und eine Seele.